PKW: 0,30 EUR/km

Kilometerpauschale-Rechner 2026

Fahrtkosten für Dienstreisen berechnen

+0,02 €/km/Mitfahrer

Kilometerpauschale / Jahr
1.980
165,00 €/Monat
Pro Tag
9,00
Pauschale/km
0,30
Berechnung
30 km × 0,30 €/km × 1 Fahrt(en)9,00
× 220 Arbeitstage1.980 €/Jahr
2026: PKW 0,30 €/km (ab km 21 eines Einfachwegs ebenfalls 0,30 €). Die Pauschale gilt für Dienstreisen und Wege zur Arbeit (Entfernungspauschale).

Kilometerpauschale & Entfernungspauschale 2026: Was gilt für wen?

Im deutschen Steuerrecht gibt es zwei verschiedene Situationen, in denen Fahrtkosten mit einer Kilometerpauschale abgerechnet werden: das tägliche Pendeln zur Arbeit (Entfernungspauschale) und Dienstreisen zu auswärtigen Tätigkeitsstätten. Beide nutzen den Begriff „Kilometerpauschale", funktionieren aber nach unterschiedlichen Regeln — besonders was die absetzbare Streckenlänge betrifft.

Pendeln (Entfernungspauschale)

Nur einfache Wegstrecke · 0,30 €/km (1–20 km) · 0,38 €/km (ab km 21)

Dienstreise (Reisekostenpauschale)

Hin + Rückweg · 0,30 €/km · Kein Kilometerlimit

Entfernungspauschale 2026: Pendeln zur Arbeit

Die Entfernungspauschale (§ 9 Abs. 1 Nr. 4 EStG) gilt für Fahrten zwischen der Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte (Büro, Betrieb, Filiale). Sie ist bewusst auf die einfache Strecke beschränkt — der Rückweg ist darin bereits implizit abgedeckt.

Entfernung (einfache Strecke)Pauschale 2026Beispiel (220 Arbeitstage)
1. bis 20. km0,30 €/km20 km × 0,30 × 220 = 1.320 €
Ab dem 21. km0,38 €/kmje km × 0,38 × 220 Tage
Ohne Pkw-Nachweis: Jahreshöchstbetragmax. 4.500 €

Wichtig: 4.500-€-Deckelung ohne Auto-Nachweis

Wer mit dem ÖPNV, Fahrrad oder zu Fuß pendelt, kann maximal 4.500 € Entfernungspauschale im Jahr ansetzen — es sei denn, höhere tatsächliche Kosten (z. B. Bahnfahrten) werden durch Belege nachgewiesen. Autofahrer ohne Belegpflicht sind dagegen nicht durch die 4.500-€-Grenze beschränkt, solange sie die Nutzung des eigenen Pkw glaubhaft machen können.

Praxisbeispiel: Arbeitnehmer mit 35 km einfachem Weg, 220 Arbeitstage: Die ersten 20 km: 20 × 0,30 € × 220 = 1.320 €. Kilometer 21–35 (15 km): 15 × 0,38 € × 220 = 1.254 €. Gesamt: 2.574 € Werbungskosten — deutlich über dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 €, daher lohnt die individuelle Angabe in der Steuererklärung.

Kilometerpauschale für Dienstreisen

Wer beruflich zu einer auswärtigen Tätigkeitsstätte fährt (nicht zum normalen Büro), darf die Fahrtkosten als Dienstreise abrechnen — mit entscheidenden Vorteilen:

Beide Wege absetzbar

Bei Dienstreisen werden Hin- und Rückfahrt einzeln berechnet. Wer 80 km zum Kunden fährt (hin und zurück 160 km), darf 160 km × 0,30 € = 48 € ansetzen oder steuerfrei erstattet bekommen.

Kein Kilometerdeckel

Die 4.500-€-Grenze gilt nur für Pendler. Beim Dienstreise-Ansatz gibt es keine jährliche Obergrenze — jeder gefahrene Kilometer zählt zu 0,30 €.

Arbeitnehmer und Selbstständige

Arbeitnehmer setzen Dienstreise-Fahrtkosten als Werbungskosten an (oder lassen sie steuerfrei erstatten). Selbstständige und Freiberufler buchen sie als Betriebsausgaben — auch hier gilt 0,30 €/km.

Entfernungspauschale vs. Dienstreise-Kilometerpauschale im Überblick

MerkmalEntfernungspauschale (Pendeln)Dienstreise-Km-Pauschale
AnwendungsfallTägliches Pendeln zur 1. TätigkeitsstätteAuswärtige Tätigkeitsstätten
Ansatz pro FahrtNur einfache StreckeHin + Rückweg
Satz km 1–200,30 €/km0,30 €/km
Satz ab km 210,38 €/km0,30 €/km (kein Stufensatz)
Jahreshöchstbetrag4.500 € (ohne Pkw-Nachweis)Kein Limit
Mitfahrer-ZuschlagNein+ 0,02 €/km pro Mitfahrer (Pkw)
Steuerfreie ErstattungNicht möglich (Werbungskosten)Möglich bis Pauschsatz

Praxistipps: So setzen Sie Fahrtkosten optimal ab

Fahrtenbuch vs. Pauschale

Die Kilometerpauschale ist einfach: keine Belege über Benzin, Versicherung oder Wartung nötig. Wer dagegen sehr teures Fahrzeug fährt und hohe tatsächliche Kosten hat, kann ein Fahrtenbuch führen und die nachgewiesenen Kosten ansetzen — wenn das günstiger ist als die Pauschale.

Arbeitnehmer-Pauschbetrag beachten

Das Finanzamt gewährt automatisch 1.230 € Werbungskosten-Pauschbetrag. Wer nur 10 km zur Arbeit hat, kommt mit der Entfernungspauschale oft nicht darüber. Erst ab ca. 18–19 km (bei 220 Arbeitstagen) übersteigt die Pendlerpauschale den Pauschbetrag — ab dann lohnt die Pendlerpauschale in der Steuererklärung.

Homeoffice-Tage nicht vergessen

An Homeoffice-Tagen fällt keine Entfernungspauschale an (keine Fahrt zur Arbeit). Stattdessen kann ab 2023 eine Homeoffice-Pauschale von 6 € pro Tag (max. 1.260 € im Jahr = 210 Tage) geltend gemacht werden. Beide Pauschalen addieren sich bei Mischmodellen (teils Büro, teils Homeoffice).

Häufige Fragen zur Kilometerpauschale

Was ist der Unterschied zwischen Entfernungspauschale und Kilometerpauschale?+
Die Entfernungspauschale (umgangssprachlich: Pendlerpauschale) gilt für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Sie wird nur für die einfache Strecke berechnet und gilt für alle Verkehrsmittel. Die Kilometerpauschale (auch: Reisekostenpauschale) gilt dagegen für Dienstreisen zu auswärtigen Tätigkeitsstätten — dort sind beide Wege (hin und zurück) ansetzbar. Beide Begriffe meinen also dieselbe Pauschale von 0,30 €/km, aber der anwendbare Kontext und die absetzbare Streckenlänge unterscheiden sich grundlegend.
Wie hoch ist die Kilometerpauschale 2026?+
Für Dienstreisen mit dem eigenen Pkw gilt 2026 unverändert 0,30 € pro tatsächlich gefahrenem Kilometer (Hin- und Rückweg). Für Motorräder und Roller gelten 0,20 €/km. Für die Entfernungspauschale (Pendeln) wurden die Sätze bereits 2022 erhöht: 0,30 €/km für die ersten 20 km einfache Strecke und 0,38 €/km ab dem 21. km. Diese erhöhten Pendlerpauschalen gelten bis mindestens 2026.
Warum zählt beim Pendeln nur die einfache Wegstrecke?+
So regelt es der Gesetzgeber in § 9 Abs. 1 Nr. 4 EStG: Die Entfernungspauschale für Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte wird nur für die kürzeste Straßenverbindung zwischen Wohnung und Arbeit berechnet — und das nur einfach, nicht für Hin- und Rückweg. Der Hintergrund: Der Rückweg ist spiegelbildlich und damit abgedeckt. Wer dagegen auf Dienstreise fährt — also nicht zur gewöhnlichen Arbeitsstätte — setzt beide Wege an.
Was ist die maximale absetzbare Entfernungspauschale ohne Auto?+
Ohne Nachweis der tatsächlichen Pkw-Nutzung (oder bei Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel) ist die Entfernungspauschale auf 4.500 € pro Jahr gedeckelt. Diese Grenze kann überschritten werden, wenn höhere tatsächliche Kosten für Tickets (z. B. Bahncard, Jobticket) nachgewiesen werden oder wenn tatsächlich ein Pkw genutzt wird, der nicht beschränkt ist. Berufspendler mit langen Arbeitswegen profitieren so nicht unbegrenzt — außer sie fahren nachweislich mit dem Auto.
Welche kürzeste Strecke muss ich für die Entfernungspauschale ansetzen?+
Grundsätzlich gilt die kürzeste Straßenverbindung. Eine längere oder schnellere Route (z. B. Autobahn) kann jedoch angesetzt werden, wenn sie „offensichtlich verkehrsgünstiger" ist — also zu einer deutlich geringeren Fahrtzeit führt. Das Finanzamt erkennt auch Umwege wegen Baustellen, Staus oder für Fahrgemeinschaften an. Die tatsächlich genutzte Route sollte nachvollziehbar und konsistent beim Finanzamt angegeben werden.