Restschuld Rechner: Wie hoch ist Ihre Restschuld nach der Zinsbindung?

In 10 Jahren läuft Ihre Zinsbindung aus — aber wie hoch ist dann noch Ihre Restschuld? Das entscheidet darüber, wie abhängig Sie von den dann gültigen Zinsen sind. Wer mit 1 % Tilgung startet, hat nach 10 Jahren noch über 85 % des Darlehens offen. Berechnen Sie jetzt Ihre Restschuld, den Tilgungsfortschritt und vergleichen Sie verschiedene Tilgungsszenarien.

Ihr Darlehen

Restschuld nach 10 Jahren Zinsbindung

Monatsrate

1.375,00

Restschuld

228.284

76,1 % des Darlehens

Gezahlte Zinsen

93.284

Tilgung bisher

71.716

Getilgt: 23,9 %Restschuld: 76,1 %

Nach 10 Jahren haben Sie 23,9 % des Darlehens getilgt

Jahresübersicht: Restschuld-Verlauf

Wie sich Zinsen, Tilgung und Restschuld über 10 Jahre entwickeln.

JahrZinsenTilgungRestschuldGetilgt
110.4036.097293.9032,0 %
210.1866.314287.5894,1 %
39.9616.539281.0506,3 %
49.7296.771274.2798,6 %
59.4887.012267.26710,9 %
69.2397.261260.00613,3 %
78.9807.520252.48615,8 %
88.7137.787244.69918,4 %
98.4368.064236.63521,1 %
108.1498.351228.28423,9 %

Restschuld-Vergleich nach 10 Jahren

So hoch ist die Restschuld bei 300.000 € und 3,50 % Zins – je nach Anfangstilgung.

Tilgung p.a.MonatsrateRestschuldGetilgtZinsen bezahlt
1,0 %1.125,00264.14212,0 %99.142
1,5 %1.250,00246.21317,9 %96.213
2,0 % ← Ihr Satz1.375,00228.28423,9 %93.284
3,0 %1.625,00192.42635,9 %87.426
4,0 %1.875,00156.56747,8 %81.567
5,0 %2.125,00120.70959,8 %75.709

Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: 2026. Maßgeblich sind die genauen Konditionen Ihres Kreditvertrags. Sondertilgungen und Zinsänderungen sind nicht berücksichtigt.

Warum die Restschuld nach der Zinsbindung entscheidend ist

Die meisten Immobilienkredite in Deutschland haben eine Zinsbindung von 10 oder 15 Jahren. Das bedeutet: Nach diesem Zeitraum verhandeln Sie Ihre Anschlussfinanzierung zu den dann gültigen Marktzinsen. Ist die Restschuld noch sehr hoch, geraten Sie bei steigenden Zinsen schnell unter Druck.

Das Zinsänderungsrisiko in Zahlen

Ein konkretes Beispiel zeigt das Risiko deutlich: Bei 300.000 € Darlehen und 3,5 % Zinsen mit 1 % Anfangstilgung beträgt die Restschuld nach 10 Jahren noch rund 262.000 €. Steigen die Zinsen bis dahin auf 6 %, müssten Sie für die Anschlussfinanzierung mit der gleichen Tilgung etwa 1.747 € monatlich zahlen — statt zuvor 1.125 €. Das sind über 600 € mehr pro Monat.

Tilgung bei AbschlussRestschuld nach 10 J.Monatsrate danach (5 %)Mehrbelastung
1 %262.000 €1.748 €+623 €
2 %236.000 €1.573 €+448 €
3 %210.000 €1.400 €+275 €
4 %184.000 €1.227 €+102 €

Beispiel: 300.000 € Darlehen, 3,5 % aktueller Zins. Anschlussrate bei 5 % Zins und gleicher Tilgung nach 10 Jahren.

Restschuld gezielt reduzieren: Drei Strategien im Vergleich

Je niedriger die Restschuld am Ende der Zinsbindung, desto unabhängiger sind Sie vom Zinsmarkt. Diese drei Strategien helfen Ihnen, die Restschuld aktiv zu senken.

1. Höhere Anfangstilgung wählen

Der wirkungsvollste Hebel: Statt 1 % Tilgung wählen Sie 3 %. Die Monatsrate steigt zwar von 1.125 € auf 1.625 € — aber die Restschuld nach 10 Jahren sinkt von 262.000 € auf 210.000 €. Das sind 52.000 € weniger Risiko bei der Anschlussfinanzierung.

2. Sondertilgungen nutzen

Die meisten Banken erlauben 5–10 % des Darlehens pro Jahr als Sondertilgung ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Bei 300.000 € Darlehen sind das 15.000–30.000 € jährlich. Wer 5.000 € pro Jahr sondertilgt, reduziert die Restschuld nach 10 Jahren um weitere 50.000 €. Nutzen Sie unseren Sondertilgung-Rechner für eine genaue Berechnung.

3. Forward-Darlehen abschließen

Wenn die Zinsbindung in 1–5 Jahren ausläuft, können Sie sich mit einem Forward-Darlehen die aktuellen Zinsen für die Zukunft sichern. Banken berechnen dafür einen Aufschlag von ca. 0,01–0,03 % pro Monat Vorlaufzeit. In einem Umfeld steigender Zinsen lohnt sich das dennoch oft erheblich.

Höhere Tilgung

Sofort wirksam, planbar

Höhere Monatsrate

Sondertilgung

Flexibel, einmalig möglich

Max. 5–10 % p.a. erlaubt

Forward-Darlehen

Zinssicherheit für die Zukunft

Zinsaufschlag pro Monat

Anschlussfinanzierung richtig planen

Spätestens 12 Monate vor Ablauf der Zinsbindung sollten Sie mit der Planung beginnen. Der Markt für Anschlussfinanzierungen ist kompetitiv — Sie sind nicht an Ihre aktuelle Bank gebunden. Ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter spart bei 200.000 € Restschuld und 0,5 % Zinsunterschied über 10 Jahre rund 10.000 € Zinsen.

Checkliste: 12 Monate vor Zinsbindungsende

Aktuelle Restschuld bei Ihrer Bank anfragen (schriftlich)

Mindestens 3 Angebote für die Anschlussfinanzierung einholen

Sondertilgung prüfen, um Restschuld vor Ablauf zu reduzieren

Forward-Darlehen bei steigendem Zinsumfeld prüfen

Tilgungssatz für die neue Periode anpassen (mind. 2 % empfohlen)

Detaillierte Informationen zur Anschlussfinanzierung bietet die Verbraucherzentrale.

Beleihungsauslauf: Wie die Restschuld Ihren Zinssatz beeinflusst

Banken berechnen nicht nur nach Bonität — sie schauen auch auf den Beleihungsauslauf. Das ist das Verhältnis von Restschuld zu aktuellem Immobilienwert. Liegt der Beleihungsauslauf unter 60 %, bekommen Sie die besten Konditionen. Ab 80 % steigen die Zinszuschläge deutlich.

Beleihungsauslauf und typische Zinszuschläge

BeleihungsauslaufZinszuschlagBeispiel (Immo 400.000 €)
bis 60 %– (bester Satz)Restschuld bis 240.000 €
60–70 %ca. +0,1–0,2 %Restschuld 240.000–280.000 €
70–80 %ca. +0,2–0,4 %Restschuld 280.000–320.000 €
über 80 %ca. +0,4–0,8 %Restschuld über 320.000 €

Ist Ihre Immobilie seit dem Kauf im Wert gestiegen, verbessert sich Ihr Beleihungsauslauf automatisch — auch ohne zusätzliche Tilgung. Lassen Sie den Wert vor der Anschlussfinanzierung neu schätzen, um von besseren Konditionen zu profitieren.

Häufige Fragen zur Restschuld

Wie berechnet man die Restschuld nach 10 Jahren?
Die Restschuld nach 10 Jahren ergibt sich aus dem Darlehensbetrag minus der in 10 Jahren geleisteten Tilgungszahlungen. Bei einem Annuitätendarlehen über 300.000 €, 3,5 % Zinsen und 2 % Anfangstilgung beläuft sich die Restschuld nach 10 Jahren auf etwa 236.000 € – Sie haben also nur rund 64.000 € getilgt, aber 89.000 € Zinsen gezahlt. Das zeigt, warum eine hohe Anfangstilgung so wichtig ist.
Warum ist die Restschuld nach 10 Jahren noch so hoch?
In den ersten Jahren eines Annuitätendarlehens fließt der größte Teil der monatlichen Rate in die Zinsen. Bei 300.000 € und 3,5 % Zins zahlen Sie im ersten Monat 875 € Zinsen – bei einer Rate von 1.375 € tilgen Sie also nur 500 €. Erst nach und nach steigt der Tilgungsanteil. Mit nur 1 % Anfangstilgung sind nach 10 Jahren noch über 80 % der Restschuld offen. Deshalb empfehlen Experten mindestens 2–3 % Anfangstilgung.
Was passiert, wenn die Zinsen bei der Anschlussfinanzierung gestiegen sind?
Steigen die Zinsen von 2 % auf 5 %, erhöht sich Ihre monatliche Rate bei gleicher Restschuld und Tilgung erheblich. Beispiel: 220.000 € Restschuld, 2 % Tilgung – bei 2 % Zins zahlen Sie 733 €/Monat, bei 5 % Zins steigt die Rate auf 1.283 €/Monat – also 550 € mehr jeden Monat. Eine hohe Tilgung in der ersten Zinsbindung reduziert diese Gefahr deutlich, weil die Restschuld kleiner ausfällt.
Wie kann ich die Restschuld reduzieren?
Die drei wirksamsten Methoden sind: (1) Höhere Anfangstilgung wählen – jeder zusätzliche Prozentpunkt reduziert die Restschuld nach 10 Jahren erheblich. (2) Sondertilgungen nutzen – die meisten Banken erlauben 5–10 % des Darlehens jährlich ohne Vorfälligkeitsentschädigung. (3) Forward-Darlehen abschließen – sichern Sie sich günstige Anschlusskonditionen bereits 1–5 Jahre vor Ablauf der Zinsbindung.
Was ist der Unterschied zwischen Restschuld und Restlaufzeit?
Die Restschuld ist der noch ausstehende Darlehensbetrag zu einem bestimmten Zeitpunkt – zum Beispiel nach Ende der Zinsbindung. Die Restlaufzeit ist die noch verbleibende Zeit bis zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens. Beide Werte hängen eng zusammen: Eine hohe Restschuld bedeutet automatisch eine lange Restlaufzeit – und damit mehr Zinszahlungen insgesamt.