7–15% des Kaufpreises – Stand März 2026

Immobilien-Nebenkosten-Rechner 2026: Alle Kaufnebenkosten im Überblick

Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch & Makler – alle Kosten auf einen Blick berechnen

Quelle: GrEStG, GNotKG, GBOStand: März 2026Kostenlos & ohne Anmeldung

Hinweis: Dieser Rechner liefert Richtwerte. Notarkosten variieren je nach Aufwand. Für verbindliche Zahlen wenden Sie sich an Ihren Notar oder Steuerberater.

Kaufnebenkosten berechnen

EUR
%

Üblich: 2,975–3,57% (Käufer). Seit 2020: hälftige Teilung Pflicht!

EUR

Für Grundschuldkosten beim Notar (~0,4%)

Gesamte Kaufnebenkosten

43.560 EUR

(10,9% des Kaufpreises)

Grunderwerbsteuer (5,0%)20.000 EUR
Notarkosten Kaufvertrag (~1,5%)6.000 EUR
Grundbuch Eigentumsumschreibung (~0,5%)2.000 EUR
Notar Grundschuld (~0,4%)1.280 EUR
Maklerprovision (3,57%)14.280 EUR
Gesamte Nebenkosten43.560 EUR
Anteil am Kaufpreis10,9%
Kaufpreis400.000 EUR
+ Nebenkosten+43.560 EUR
Gesamtinvestition443.560 EUR

Empfohlenes Eigenkapital (20%): 80.000 EUR

Davon allein für Nebenkosten: 43.560 EUR

Wann wird was fällig?

Makler: Bei Unterzeichnung des Kaufvertrags

Notar: Nach Rechnungsstellung (~2 Wo. nach Beurkundung)

Grunderwerbsteuer: 4–8 Wochen nach Notartermin

Grundbuch: Nach vollständiger Eigentumsumschreibung

Wer eine Immobilie kauft, zahlt weit mehr als nur den Kaufpreis. Die Kaufnebenkosten – also Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler – summieren sich schnell auf 7 bis 15 % des Kaufpreises. Bei einer Immobilie für 400.000 EUR sind das 28.000 bis 60.000 EUR zusätzlich, die aus Eigenkapital bezahlt werden müssen. Mit dem Immobilien-Nebenkosten-Rechner sehen Sie alle Kostenblöcke auf einen Blick und können Ihre Finanzierung realistisch planen.

Die 4 Kostenblöcke beim Immobilienkauf

1. Grunderwerbsteuer (3,5–6,5% vom Kaufpreis)

Die größte Einzelposition. Der Steuersatz hängt vom Bundesland ab: Bayern und Sachsen berechnen 3,5%, NRW, Brandenburg, Saarland und Schleswig-Holstein 6,5%. Die Steuer wird auf die Bemessungsgrundlage erhoben – bei separat ausgewiesenem Inventar kann diese reduziert werden.

2. Notarkosten (~1,5% vom Kaufpreis)

In Deutschland muss jeder Immobilienkauf notariell beurkundet werden (§ 311b BGB). Die Notargebühren sind gesetzlich nach GNotKG festgelegt und richten sich nach dem Kaufpreis. Hinzu kommen bei Finanzierung die Kosten für die Grundschuldbestellung (~0,4% des Darlehensbetrags).

3. Grundbuchkosten (~0,5% vom Kaufpreis)

Das Grundbuchamt (Amtsgericht) erhebt Gebühren für die Eintragung der Auflassungsvormerkung und die spätere Eigentumsumschreibung sowie ggf. die Grundschuldeintragung. Rechtsgrundlage: GNotKG. Ohne Grundbucheintrag kein Eigentumsübergang.

4. Maklerprovision (0–7,14% gesamt)

Seit dem 23.12.2020 gilt: Bei Wohnimmobilien und Privatpersonen muss die Provision hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt werden (§ 656c BGB). Der Käuferanteil liegt typisch bei 2,975–3,57% (inkl. MwSt.). Ohne Makler entfällt diese Kostenstelle komplett.

Kaufnebenkosten im Bundesländer-Vergleich (Kaufpreis 400.000 EUR, mit Makler)

BundeslandGrunderwerbsteuerNotar + GrundbuchMakler (3,57%)Gesamt
Bayern (3,5%)14.000 EUR8.000 EUR14.280 EUR36.280 EUR
Baden-Württemberg (5,0%)20.000 EUR8.000 EUR14.280 EUR42.280 EUR
Hessen (6,0%)24.000 EUR8.000 EUR14.280 EUR46.280 EUR
NRW (6,5%)26.000 EUR8.000 EUR14.280 EUR48.280 EUR

*Notar + Grundbuch geschätzt auf Basis ~2% des Kaufpreises. Makler = 3,57% Käuferanteil (inkl. MwSt.). Werte gerundet.

Eigenkapital-Planung: So viel brauchen Sie wirklich

Banken finanzieren in der Regel nur den Kaufpreis – nicht die Nebenkosten. Das bedeutet:

Benötigtes Eigenkapital = Kaufpreis × 20% + Nebenkosten

Beispiel: 400.000 EUR × 20% + 44.000 EUR Nebenkosten = 124.000 EUR Eigenkapital

Mindest-Eigenkapital

20% des Kaufpreises – darunter werden Sie kaum eine Bank für eine Finanzierung begeistern.

Nebenkosten immer aus EK

Die Kaufnebenkosten (7–15%) sind aus Eigenkapital zu zahlen. Manche Banken finanzieren diese theoretisch mit, doch das verschlechtert die Konditionen erheblich.

Sicherheitsreserve

Planen Sie 3–6 Monatslöhne als Notreserve ein, die nicht für den Kauf verwendet wird.

Mehr EK = bessere Zinsen

Je mehr Eigenkapital Sie einbringen, desto günstiger wird Ihre Hypothek. Bei 40% EK können Sie oft 0,2–0,5% p.a. Zinsen sparen.

Häufige Fragen zu Immobilien-Kaufnebenkosten 2026