Rabatt & Aufschlag

Rabatt-Rechner

Neuer Preis nach Rabatt berechnen

Originalpreis + Rabatt → Neuer Preis

Neuer Preis
80,00
Ersparnis
20,00
100,00 € × (1 − 20/100) = 80,00

Rabatt berechnen: Formel, Skonto und Praxisbeispiele

Ob Black-Friday-Deal, Ausverkauf, Handwerkerrechnung oder Autohandel — Rabatte begegnen uns täglich. Wer die zugrunde liegende Mathematik beherrscht, zahlt nie mehr als nötig und erkennt sofort, ob ein vermeintliches Schnäppchen wirklich eines ist. Dieser Ratgeber erklärt die Rabatt-Formel, den wichtigen Unterschied zwischen Rabatt und Skonto, und gibt Praxisbeispiele für die häufigsten Anwendungsfälle.

Neuer Preis berechnen

Neuer Preis = Alter Preis × (1 − Rabatt/100)

Beispiel: 80 € − 20 % = 80 × 0,80 = 64 €

Ersparnis berechnen

Ersparnis = Alter Preis × (Rabatt / 100)

Beispiel: 80 € × 0,20 = 16 € gespart

Rabatt vs. Skonto: Ein wichtiger Unterschied

Beide Begriffe meinen einen Preisnachlass, unterscheiden sich jedoch grundlegend in ihrer Anwendung:

MerkmalRabattSkonto
AuslöserMenge, Saison, Aktionen, VerhandlungSchnelle Zahlung innerhalb der Skontofrist
Typische Höhe5 – 50 %2 – 3 %
VerbreitungB2C (Einzelhandel, Online)B2B (Lieferanten, Handwerker)
ZeitbindungNein (sofort)Ja (z. B. 10 Tage netto 30)
Effektive RenditeDirekter PreisvorteilOft 20–40 % p.a. effektiv

Skonto lohnt sich fast immer

2 % Skonto bei 10 Tagen Zahlungsziel statt 30 Tagen: Der effektive Jahreszins entspricht ca. 36 % p.a. — weit mehr als jedes Tagesgeld- oder Festgeldkonto bietet. Wer liquide ist, sollte Skonti immer ziehen.

Praxisbeispiele: Rabatt richtig berechnen

🛍️

Black Friday: Laptop 35 % günstiger

Originalpreis: 1.199 €. Rabatt 35 %: Ersparnis = 1.199 × 0,35 = 419,65 €. Neuer Preis = 779,35 €. Immer vorher den tatsächlichen Marktpreis auf Preisvergleichsseiten prüfen — manche Händler erhöhen den offiziellen Listenpreis kurz vor Black Friday.

🚗

Autokauf: Händlerrabatt aushandeln

Listenpreis Neuwagen: 35.000 €. Händlerrabatt 8 %: Ersparnis = 2.800 €. Neuer Preis = 32.200 €. Dazu häufig Aufwertungsbonus, Inzahlungnahme-Bonus oder Herstellerprämien verhandelbar. Der effektive Gesamtrabatt kann 12–18 % erreichen. Beim Leasing sind Rabatte auf die Listenpreise direkt im Leasingfaktor abbildbar — ein niedrigerer Listenpreis senkt die monatliche Rate proportional.

🔧

Handwerkerrechnung: Skonto nutzen

Rechnung: 3.800 € netto + 19 % MwSt = 4.522 € brutto. Skonto 2 % bei Zahlung in 10 Tagen: 4.522 × 0,02 = 90,44 € Ersparnis → 4.431,56 € zahlen. Diese 90,44 € in 20 Tagen gespart entsprechen einer Rendite von ca. 36 % p.a. Skonto immer ziehen, wenn die Liquidität es erlaubt.

Gestaffelte Rabatte: So rechnet man richtig

Zwei oder mehr Rabatte hintereinander lassen sich nicht einfach addieren. Die Mathematik:

Gesamtrabatt = 1 − (1 − r₁/100) × (1 − r₂/100)

Beispiel: 10 % + 10 % = nicht 20 %, sondern 1 − 0,90 × 0,90 = 1 − 0,81 = 19 % Gesamtrabatt

Prozentrechner und Dreisatz-Rechner helfen, solche gestaffelten Berechnungen schnell und fehlerfrei durchzuführen — besonders bei komplexen B2B-Preisverhandlungen mit Mengenrabatten, Treuerabatten und Skonti in Kombination.

Häufige Fragen zum Rabatt-Rechner

Wie berechnet man einen Rabatt?+
Die Formel für den neuen Preis nach einem Rabatt lautet: Neuer Preis = Alter Preis × (1 - Rabatt / 100). Die Ersparnis berechnet sich als: Ersparnis = Alter Preis × (Rabatt / 100). Beispiel: Ein Artikel kostet 80 € und hat 20 % Rabatt. Ersparnis = 80 × 0,20 = 16 €. Neuer Preis = 80 − 16 = 64 €. Alternativ: 80 × (1 − 0,20) = 80 × 0,80 = 64 €.
Was ist der Unterschied zwischen Rabatt und Skonto?+
Ein Rabatt ist ein allgemeiner Preisnachlass, der z. B. für Mengenabnahme, Saisonware oder als Verkaufsförderung gewährt wird. Skonto ist dagegen ein spezieller Zahlungsrabatt im Geschäftsverkehr (B2B): Wer eine Rechnung innerhalb einer kurzen Frist bezahlt (z. B. 10 Tage), erhält einen Abzug von typischerweise 2–3 %. Skonto ist auf Handwerker- und Lieferantenrechnungen verbreitet und lohnt sich fast immer, da die effektive Rendite eines Skontos (beim Finanzieren des Restbetrags) oft 20–40 % p.a. entspricht.
Wie berechnet man den ursprünglichen Preis aus einem rabattierten Preis?+
Wenn man den Verkaufspreis nach Rabatt kennt und den Originalpreis berechnen möchte: Originalpreis = Verkaufspreis / (1 - Rabatt / 100). Beispiel: Jetzt 64 €, Rabatt war 20 %. Originalpreis = 64 / (1 - 0,20) = 64 / 0,80 = 80 €. Achtung: Häufiger Fehler ist, den Rabatt einfach auf den reduzierten Preis aufzuschlagen — 64 + 20 % = 76,80 €, was falsch ist.
Ist ein höherer Rabatt-Prozentsatz immer besser?+
Nicht unbedingt. Zu vergleichen ist immer der absolute Endpreis. Ein Rabatt von 30 % auf einen überteuerten Basispreis kann teurer sein als ein Rabatt von 10 % auf einen fairen Marktpreis. Besonders bei Black Friday, Autokauf oder Elektronikvorkauf sollte man den Originalpreis im Voraus kennen und mit Preisvergleichsportalen prüfen, ob der Basispreis kurz vor der Rabattaktion künstlich erhöht wurde.
Wie berechnet man einen Gesamtrabatt bei mehreren gestaffelten Rabatten?+
Mehrere Rabatte lassen sich nicht einfach addieren. Zwei Rabatte von je 10 % ergeben keinen Gesamtrabatt von 20 %, sondern: 1 - (1-0,10) × (1-0,10) = 1 - 0,81 = 0,19 = 19 %. Die korrekte Formel für zwei Rabatte r₁ und r₂: Gesamtrabatt = 1 - (1 - r₁/100) × (1 - r₂/100). Für drei Rabatte entsprechend weiterführen. Das Ergebnis liegt immer unter der Summe der Einzelrabatte.