AbgSt 25 % + SolZ 2026 berücksichtigt

Festgeld-Rechner 2026: Zinsertrag und Nettorendite berechnen

Berechnen Sie kostenlos, wie viel Zinsen Ihr Festgeld bringt – nach Abgeltungssteuer und Kirchensteuer. Aktuell bis zu 3,5 % p.a. möglich.

Hinweis: Der Sparerpauschbetrag (1.000 EUR/Person) wird automatisch berücksichtigt. Stand: April 2026.
1 M.10 J.
0,10 %Ø Markt ~3,5 % (2026)8,00 %

Ergebnis

Anlagebetrag10.000,00
Bruttoverzinsung723,99
Freistellungsauftrag (FSA)723,99
Abgeltungssteuer 25% + SolZ0,00
Nettozinsen723,99
Endkapital (netto)10.723,99
Brutto-Rendite
7.24 %
Netto-Rendite
7.24 %
Hinweis: FSA 1.000 € Single / 2.000 € Verheiratet (2026). Ggf. Günstigerprüfung bei niedrigem Einkommen.
🔒 Berechnung lokal – AbgSt §20 EStG 2026.Steuerregeln 2026

Der Festgeld-Rechner 2026 zeigt Ihnen, wie viel Ihr angelegtes Kapital nach der Laufzeit eingebracht hat – brutto und netto nach Abgeltungssteuer. Dabei wird der Sparerpauschbetrag von 1.000 EUR (2.000 EUR für Ehepaare) automatisch abgezogen.

Festgeld 2026: So funktioniert die Geldanlage

Beim Festgeld legen Sie einen bestimmten Betrag für eine feste Laufzeit bei einer Bank an. Während dieser Zeit können Sie nicht auf das Geld zugreifen – dafür erhalten Sie einen garantierten Zinssatz. Die Laufzeit reicht von 3 Monaten bis zu 10 Jahren.

Im Gegensatz zum Tagesgeld bleibt der Zinssatz beim Festgeld über die gesamte Laufzeit gleich. Sinken die Marktzinsen nach Abschluss, profitieren Sie weiterhin vom höheren Festzins. Steigen die Zinsen, können Sie allerdings nicht wechseln.

Das Risiko ist bei EU-Banken praktisch null: Die gesetzliche Einlagensicherung schützt Guthaben bis 100.000 EUR pro Person und Bank. Deutsche Privatbanken bieten über den freiwilligen Einlagensicherungsfonds oft noch höheren Schutz.

Aktuelle Festgeldzinsen im Vergleich (Stand April 2026)

Nach der Zinswende 2022/2023 haben sich die Festgeldzinsen auf einem attraktiven Niveau eingependelt. Die EZB hat den Leitzins seit Mitte 2024 schrittweise gesenkt, aber die Festgeldzinsen liegen noch deutlich über dem Niveau der Nullzinsjahre.

LaufzeitZinsspanneTop-Anbieter (Beispiel)Nettorendite*
6 Monate2,5–3,0 % p.a.Trade Republic, Klarna1,84–2,21 %
12 Monate2,8–3,5 % p.a.ING, Consorsbank2,06–2,58 %
24 Monate2,5–3,3 % p.a.CreditPlus, Renault Bank1,84–2,43 %
36 Monate2,3–3,0 % p.a.SWK Bank, pbb direkt1,69–2,21 %

*Nettorendite nach Abgeltungssteuer (26,375 %), ohne Kirchensteuer, ohne Sparerpauschbetrag.

Abgeltungssteuer und Sparerpauschbetrag

Auf Kapitalerträge über dem Freibetrag fallen 25 % Abgeltungssteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag an. Das ergibt eine effektive Steuerbelastung von 26,375 %. Kirchensteuerpflichtige zahlen zusätzlich 8 % (Bayern/Baden-Württemberg) oder 9 % (übrige Bundesländer).

Der Sparerpauschbetrag beträgt 1.000 EUR für Einzelpersonen und 2.000 EUR für zusammenveranlagte Ehepaare. Zinserträge unterhalb dieser Grenze sind komplett steuerfrei. Voraussetzung: Ein Freistellungsauftrag bei der Bank.

Rechenbeispiel: 20.000 EUR Festgeld, 3 % p.a., 12 Monate

Bruttozinsen: 600 EUR. Abzgl. Sparerpauschbetrag (1.000 EUR): 0 EUR steuerpflichtig → Nettoertrag: 600 EUR. Das gesamte Zinsergebnis bleibt steuerfrei.

Rechenbeispiel: 50.000 EUR Festgeld, 3 % p.a., 12 Monate

Bruttozinsen: 1.500 EUR. Abzgl. Sparerpauschbetrag: 500 EUR steuerpflichtig. Abgeltungssteuer: 131,88 EUR → Nettoertrag: 1.368,12 EUR.

Festgeld vs. Tagesgeld vs. ETF – was passt zu mir?

Jede Anlageform hat ihren Platz. Festgeld eignet sich für Beträge, die Sie sicher für einen bestimmten Zeitraum parken wollen. Tagesgeld ist flexibler, bringt aber weniger Zinsen. ETFs bieten langfristig deutlich höhere Renditen, schwanken aber stark.

KriteriumFestgeldTagesgeldETF-Sparplan
Rendite (2026)2,5–3,5 %2,0–2,5 %~7 % langfristig
SicherheitSehr hochSehr hochSchwankungen
VerfügbarkeitErst nach LaufzeitTäglichBörsentäglich
Ideal für1–3 Jahre HorizontNotgroschen10+ Jahre

Eine bewährte Strategie: Notgroschen (3–6 Monatsgehälter) auf dem Tagesgeld, mittelfristige Rücklagen im Festgeld und langfristiges Vermögen in einem breit gestreuten ETF-Sparplan.

Festgeld-Leiter: Rendite und Flexibilität kombinieren

Die Festgeld-Leiter (engl. CD Ladder) ist eine Strategie, bei der Sie Ihr Kapital auf mehrere Festgelder mit unterschiedlichen Laufzeiten aufteilen. So wird regelmäßig ein Teil fällig, und Sie behalten Flexibilität.

Beispiel: 30.000 EUR aufgeteilt in drei Tranchen à 10.000 EUR – mit 12, 24 und 36 Monaten Laufzeit. Jedes Jahr wird eine Tranche fällig. Sie können das Geld entnehmen oder erneut für 36 Monate anlegen. So profitieren Sie von den höheren Zinsen längerer Laufzeiten, ohne auf das gesamte Kapital jahrelang verzichten zu müssen.

Steigt das Zinsniveau, können Sie fällige Tranchen zu besseren Konditionen verlängern. Sinkt es, profitieren die noch laufenden Festgelder vom alten, höheren Zins.

Typische Fehler bei der Festgeldanlage

Kein Freistellungsauftrag gestellt

Ohne Freistellungsauftrag wird sofort Steuer abgezogen – auch auf Beträge unter dem Pauschbetrag. Das Geld kommt zwar über die Steuererklärung zurück, aber erst mit Verzögerung.

Gesamtes Kapital in einer Laufzeit

Wer alles auf 3 Jahre anlegt, hat bei einem finanziellen Engpass keinen Zugriff. Die Festgeld-Leiter vermeidet genau dieses Problem.

Inflation ignorieren

Bei 3 % Festgeldzins und 2,5 % Inflation liegt die Realrendite bei nur 0,5 %. Festgeld sichert das Kapital, baut aber kaum Vermögen auf. Für langfristiges Wachstum braucht es renditestärkere Anlagen.

Häufige Fragen zum Festgeld-Rechner

Wie viel Zinsen gibt es auf Festgeld 2026?
Stand April 2026: Für 12 Monate bieten führende Anbieter 2,8–3,5 % p.a. (z. B. Trade Republic, Klarna, ING-DiBa). Für 2–3 Jahre: 2,5–3,3 % p.a. Tagesgeldzinsen liegen bei 2,0–2,5 % p.a. (Quelle: Biallo, Finanztip, April 2026)
Wie wird Festgeld besteuert?
Zinserträge aus Festgeld unterliegen der Abgeltungssteuer: 25 % + 5,5 % Solidaritätszuschlag = 26,375 % gesamt (plus ggf. Kirchensteuer 8–9 %). Freistellungsauftrag nutzen! Der Sparerpauschbetrag beträgt 1.000 EUR pro Person jährlich (2.000 EUR für Ehepaare) – diese Erträge sind steuerfrei. (Quelle: BMF, 2026)
Ist Festgeld sicher?
Festgeld bei EU-Banken ist durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 EUR pro Person und Bank geschützt. Bei deutschen Banken gibt es zusätzlich den freiwilligen Einlagensicherungsfonds der privaten Banken. (Quelle: Bundesbank, BaFin, 2026)
Festgeld oder Tagesgeld – was ist besser?
Festgeld bietet höhere Zinsen (aktuell 0,3–0,7 % mehr als Tagesgeld) und Zinssicherheit für die Laufzeit. Nachteil: kein vorzeitiger Zugriff ohne Zinsverlust. Tagesgeld: flexibel, aber Zinsen können jederzeit sinken. Empfehlung: Bei mindestens 6–12 Monaten Anlagehorizont lohnt Festgeld. (Quelle: Finanztip 2026)