MSCI World ~9% p.a. historisch

ETF-Sparplan-Rechner

ETF-Vermögen aufbauen

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1 Jahr50 Jahre
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ETF-Sparplan: Schritt für Schritt zum Vermögen

Ein ETF-Sparplan gehört zu den effektivsten Wegen, langfristig Vermögen aufzubauen. Wer monatlich 200 € in einen breit gestreuten Welt-ETF investiert und 30 Jahre lang durchhält, hat bei 7 % p.a. ein Endkapital von rund 243.000 € – bei einer Einzahlungssumme von nur 72.000 €. In der Finanzwelt wird der Zinseszins oft als das "achte Weltwunder" bezeichnet.

~0,1–0,2 %

TER (Total Expense Ratio) bei günstigen ETFs

7 % p.a.

Konservativer Planungswert (MSCI World real ca. 5–7 %)

1.600+

Unternehmen im MSCI World (globale Diversifikation)

Was ist ein ETF? Grundlagen für Einsteiger

ETF steht für Exchange Traded Fund – ein börsengehandelter Fonds, der einen Index passiv nachbildet. Er kauft keine aktiv ausgewählten Aktien, sondern spiegelt automatisch alle Unternehmen eines Index wider. Das senkt Kosten drastisch und eliminiert Managerfehler.

Die bekanntesten Indizes für globale ETF-Sparpläne: Der MSCI World enthält rund 1.600 Unternehmen aus 23 Industrieländern (USA ca. 70 %). Der FTSE All-World umfasst über 4.000 Titel aus 49 Ländern inklusive Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien – eine noch breitere Streuung.

MerkmalMSCI World ETFFTSE All-World ETF
Anzahl Unternehmen~1.600~4.000+
Länder23 Industrieländer49 Länder inkl. EM
USA-Anteil (ca.)~70 %~60 %
Typische TER0,10–0,20 % p.a.0,15–0,25 % p.a.
Bekannte ProdukteiShares Core, XtrackersVanguard FTSE All-World

Cost-Average-Effekt: Warum regelmäßig besser als einmalig ist

Beim monatlichen Sparplan kauft man für einen festen Betrag – zum Beispiel 100 € – ETF-Anteile. Bei einem Kurs von 50 € erhält man 2 Anteile, bei einem Kurs von 25 € sogar 4 Anteile. Über viele Monate ergibt sich ein günstigerer Durchschnittskaufpreis als bei einem einzigen Kauf zum falschen Zeitpunkt.

Beispiel: 3 Monate à 100 €

Januar: Kurs 50 € → 2,00 Anteile | Februar: Kurs 40 € → 2,50 Anteile | März: Kurs 50 € → 2,00 Anteile

Gesamt: 300 € investiert, 6,50 Anteile → Durchschnittskaufpreis: 300 ÷ 6,50 = 46,15 € statt 46,67 € (arithmetisches Mittel)

Der Cost-Average-Effekt schützt vor dem Risiko, das gesamte Kapital auf einem Hochpunkt zu investieren. Er macht den Einstiegszeitpunkt weniger entscheidend – ideal für Berufstätige, die monatlich aus dem laufenden Einkommen anlegen.

Die Macht des Zinseszinses: Kleine Beträge, große Wirkung

Der Zinseszins – Rendite auf bereits erzielte Rendite – entfaltet seine volle Kraft erst über lange Zeiträume. Die folgende Tabelle zeigt das Endkapital (bei 7 % p.a.) für verschiedene monatliche Sparraten und Laufzeiten:

Monatliche Rate10 Jahre20 Jahre30 Jahre40 Jahre
50 €8.654 €26.000 €60.905 €131.234 €
100 €17.309 €52.093 €121.997 €262.481 €
200 €34.617 €104.185 €243.994 €524.964 €
500 €86.543 €260.463 €609.985 €1.312.410 €

Annahme: 7 % p.a. nominal, monatlicher Zinsanfall, keine Steuern. Berechnung mit dem Zinseszins-Rechner.

Vorabpauschale 2026: Steuer auf thesaurierende ETFs

Wer thesaurierende ETFs hält, muss jährlich die Vorabpauschale versteuern – auch wenn keine Dividenden ausgeschüttet wurden. Sie soll sicherstellen, dass Gewinne nicht dauerhaft unversteuert im Fonds bleiben. Die Berechnung:

Vorabpauschale = Fondswert (1.1.) × Basiszins × 0,7 × (1 − Teilfreistellung)

Basiszins 2025: ca. 2,53 %. Teilfreistellung für Aktien-ETFs: 30 % (Ertragsanteil 70 %).

Beispiel: Depotwert 20.000 € → Vorabpauschale ≈ 20.000 × 0,0253 × 0,7 × 0,7 ≈ 248 €. Darauf Abgeltungsteuer (25 %) = ca. 62 €.

Der Sparerpauschbetrag (1.000 €/Jahr für Einzelpersonen, 2.000 € für Ehepaare) wird auf die Vorabpauschale angerechnet. Bei kleinen Depots unter ca. 57.000 € deckt der Freibetrag die Vorabpauschale vollständig ab – es fällt keine Steuer an.

Häufige Fragen zum ETF-Sparplan-Rechner

Was ist ein ETF und warum eignet er sich für den Vermögensaufbau?+
Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Marktindex wie den MSCI World (1.600+ Unternehmen) oder den FTSE All-World (4.000+ Unternehmen) nachbildet. Durch die breite Streuung über viele Länder und Branchen wird das Einzeltitelrisiko minimiert. Die laufenden Kosten (TER) liegen oft unter 0,2 % p.a. – weit günstiger als aktiv gemanagte Fonds.
Was ist der Cost-Average-Effekt bei einem Sparplan?+
Beim Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) kauft man monatlich für einen festen Betrag ETF-Anteile. Bei niedrigen Kursen erhält man mehr Anteile, bei hohen Kursen weniger. Über Zeit ergibt sich so ein günstigerer Durchschnittseinstiegspreis als bei einem einmaligen Investment zum falschen Zeitpunkt. Der Sparplan reduziert damit das Timing-Risiko erheblich.
Wie realistisch ist eine Rendite von 7 % p.a. für ETF-Sparpläne?+
Der MSCI World hat seit seiner Auflegung 1969 eine durchschnittliche jährliche Rendite von rund 8–9 % nominal erzielt (in USD; in EUR etwas weniger). Nach Inflation ergibt sich eine reale Rendite von 5–7 % p.a. Für Prognosen werden häufig 7 % p.a. nominal als konservativer Planungswert genutzt. Vergangene Renditen garantieren keine zukünftigen Ergebnisse; kurzfristig können starke Schwankungen auftreten.
Was ist die Vorabpauschale und wie wirkt sie sich auf meinen ETF-Sparplan aus?+
Die Vorabpauschale ist eine Mindestbesteuerung für thesaurierende ETFs in Deutschland. Sie wird jedes Jahr am 1. Januar auf Basis des Basiszinses (2025: ca. 2,53 %) berechnet: Vorabpauschale = Fondswert zu Jahresbeginn × Basiszins × 0,7 × Teilfreistellung. Darauf fällt Abgeltungsteuer an. Der Sparerpauschbetrag (1.000 €/Jahr für Einzelpersonen, 2.000 € für Ehepaare) wird angerechnet und deckt für kleine Depots oft die vollständige Vorabpauschale ab.
Thesaurierend oder ausschüttend: Welcher ETF-Typ ist besser?+
Thesaurierende ETFs reinvestieren Dividenden automatisch, was den Zinseszinseffekt maximiert. Ausschüttende ETFs zahlen Dividenden regelmäßig aus und eignen sich für alle, die laufende Einnahmen wünschen. Steuerlich sind beide Typen durch die Vorabpauschale annähernd gleichgestellt. Für langfristigen Vermögensaufbau empfehlen viele Experten thesaurierende ETFs wegen des höheren Zinseszinseffekts.