Aktuell: Benzin 1,94 EUR | Diesel 2,06 EUR

Benzin vs Diesel Rechner 2026

Welcher Antrieb ist wirklich günstiger?

km/Jahr

⛽ Benzin

L/100km
EUR/L
EUR

🛢 Diesel

L/100km
EUR/L
EUR
EUR
Kostenart⛽ Benzin🛢 Diesel
Spritkosten/Jahr2.910 EUR2.390 EUR
KFZ-Steuer/Jahr100 EUR350 EUR
Gesamt/Jahr3.010 EUR2.740 EUR
Gesamt/km15,0 Ct13,7 Ct

🛢 Diesel ist günstiger!

Spart 270 EUR/Jahr

🔄 Break-Even-Punkt

Diesel lohnt sich ab 7,4 Jahren147.929 km Gesamtfahrleistung.

Benzin oder Diesel – wann lohnt sich welcher Antrieb?

Diesel-PKW kosten in der Anschaffung mehr, verbrauchen aber weniger und tanken günstiger. Benziner sind billiger im Kauf, dafür höher im Verbrauch. Die Frage „Benzin oder Diesel" lässt sich deshalb nicht pauschal beantworten – sie ist eine Rechenaufgabe. Genauer gesagt: eine Amortisationsrechnung. Und genau die übernimmt unser Benzin-vs-Diesel-Rechner für Sie.

Der entscheidende Faktor ist der Break-Even-Point: Ab welcher Jahresfahrleistung gleicht der Verbrauchsvorteil des Diesels den Mehrpreis bei Anschaffung, Kfz-Steuer und Versicherung aus? Wer diesen Punkt kennt, trifft eine fundierte Kaufentscheidung statt einer emotionalen.

Die Kostenunterschiede im Detail

Anschaffungspreis

Dieselmodelle kosten in der Regel 2.000 bis 4.000 Euro mehr als der vergleichbare Benziner. Der Grund: Dieselmotoren arbeiten mit höheren Drücken, brauchen robustere Bauteile und ein aufwendiges Abgasnachbehandlungssystem (SCR-Katalysator, Partikelfilter, AdBlue-Einspritzung). Dieser Mehrpreis ist die Hürde, die durch niedrigere laufende Kosten erst einmal überwunden werden muss.

Kraftstoffkosten pro Kilometer

Hier liegt der größte Vorteil des Diesels. Zwei Effekte wirken zusammen: Erstens ist der Literpreis niedriger (die Energiesteuer auf Diesel beträgt 47,04 Ct/L statt 65,45 Ct/L bei Benzin). Zweitens arbeitet der Dieselmotor mit einem höheren Wirkungsgrad – der Verbrauch liegt typischerweise 15 bis 25 % unter dem Benziner.

KostenfaktorBenzinerDiesel
Durchschnittspreis/Liter (2026)1,94 EUR1,78 EUR
Typischer Verbrauch (Kompaktklasse)7,0 L/100 km5,5 L/100 km
Kosten pro 100 km13,58 EUR9,79 EUR
Ersparnis Diesel pro 100 km3,79 EUR

Für die genaue Berechnung Ihrer individuellen Spritkosten nutzen Sie unseren Spritkosten-Rechner.

Kfz-Steuer

Diesel-PKW werden beim Hubraum deutlich stärker besteuert: 9,50 EUR pro angefangene 100 cm³ gegenüber nur 2,00 EUR bei Benzinern. Hinzu kommt bei beiden Antrieben ein CO₂-Aufschlag von 2,00 EUR pro g/km über dem Freibetrag von 95 g/km. Bei einem 2,0-Liter-Diesel mit 140 g/km CO₂ ergibt das rund 280 EUR Kfz-Steuer jährlich – ein Benziner mit gleichem Hubraum und 155 g/km zahlt nur etwa 160 EUR. Die Differenz: ca. 120 EUR pro Jahr zuungunsten des Diesels.

Versicherung und Wartung

Die Haftpflichtprämie unterscheidet sich kaum. In der Vollkasko liegen Diesel aber oft 10 bis 15 % höher – die teurere Motorentechnik treibt die Reparaturkosten. Auch Wartung ist aufwendiger: Ölwechsel-Intervalle sind zwar länger, dafür kosten Injektoren, Turbolader und DPF-Reinigung im Schadensfall deutlich mehr als beim Benziner. Über die Haltedauer summiert sich dieser Unterschied auf 500 bis 1.500 EUR.

Der Break-Even-Point: Die Amortisationsrechnung

Die zentrale Frage lautet: Nach wie vielen Kilometern hat der Diesel seinen Mehrpreis wieder eingespielt? Die Formel ist einfach:

Break-Even (km) = Mehrpreis Diesel ÷ (Kosten/km Benziner – Kosten/km Diesel)

Dabei müssen in die „Kosten pro km" alle laufenden Unterschiede einfließen: Kraftstoff, Kfz-Steuer, Versicherungsmehrkosten und höhere Wartungsausgaben.

Rechenbeispiel: VW Golf 2.0 TDI vs. 1.5 TSI

PositionBenzin (1.5 TSI)Diesel (2.0 TDI)
Mehrpreis KaufBasis+3.200 EUR
Verbrauch (Realverbrauch)6,8 L/100 km5,2 L/100 km
Kraftstoffkosten/Jahr (20.000 km)2.638 EUR1.851 EUR
Kfz-Steuer/Jahr150 EUR280 EUR
Versicherungsmehrkosten/JahrBasis+120 EUR
Netto-Ersparnis Diesel/Jahr537 EUR

Bei 20.000 km/Jahr spart der Diesel netto 537 EUR (787 EUR Spritvorteil minus 130 EUR Steuermehrkosten minus 120 EUR Versicherung). Der Break-Even liegt bei 3.200 ÷ 537 ≈ 6 Jahren bzw. 120.000 km. Wer das Auto kürzer fährt oder weniger Kilometer macht, verbrennt Geld mit dem Diesel.

Für wen lohnt sich der Diesel 2026 noch?

Die Kurzantwort: für Vielfahrer. Wer regelmäßig über 15.000 Kilometer im Jahr zurücklegt, profitiert vom niedrigeren Verbrauch und dem günstigeren Dieselpreis. Typische Diesel-Kandidaten:

  • Berufspendler mit langen Strecken (ab 30 km einfacher Arbeitsweg)
  • Außendienstmitarbeiter mit 30.000+ km/Jahr
  • Familien mit Zugfahrzeug – der Diesel hat beim Anhängerbetrieb dank hohem Drehmoment klare Vorteile
  • Firmenwagen-Fahrer – hier zahlt ohnehin der Arbeitgeber den Mehrpreis

Achtung Kurzstrecke

Diesel und Kurzstrecke passen schlecht zusammen. Der Partikelfilter erreicht auf kurzen Fahrten keine ausreichende Temperatur und verstopft mit der Zeit. Teure Werkstattbesuche (DPF-Regeneration oder -Tausch: 1.000–3.000 EUR) sind die Folge. Wer überwiegend in der Stadt fährt, sollte zum Benziner oder Elektroauto greifen.

Kfz-Steuer: So unterschiedlich werden Benzin und Diesel besteuert

SteuerkomponenteBenzinerDiesel
Hubraumsteuer (je 100 cm³)2,00 EUR9,50 EUR
CO₂-Aufschlag (je g/km über 95 g)2,00 EUR2,00 EUR
Energiesteuer (pro Liter Kraftstoff)65,45 Ct47,04 Ct

Der Staat gleicht den niedrigeren Energiesteuersatz beim Diesel durch eine höhere Hubraumsteuer aus. Ob sich das für Sie rechnet, hängt von Ihrem Hubraum, Ihrem CO₂-Ausstoß und vor allem von Ihrer Jahresfahrleistung ab.

Diesel vs. Elektro – der neue Vergleich

Seit 2020 hat sich ein dritter Kandidat ins Rennen geschoben: das Elektroauto. Beim reinen Energiekostenvergleich schlägt Strom sowohl Benzin als auch Diesel deutlich – 0,35 EUR/kWh bei 18 kWh/100 km ergeben nur 6,30 EUR pro 100 km. Allerdings sind die Anschaffungskosten noch höher, die Ladeinfrastruktur nicht überall verfügbar, und öffentliches Schnellladen kostet mit 0,50 bis 0,80 EUR/kWh erheblich mehr.

Für Langstreckenfahrer ohne Heimlademöglichkeit bleibt der Diesel 2026 trotzdem noch eine wirtschaftliche Wahl. Wer hingegen zu Hause oder am Arbeitsplatz laden kann und unter 300 km Tagesstrecke bleibt, fährt elektrisch am günstigsten.

Häufige Fragen

Ab wie vielen Kilometern pro Jahr lohnt sich ein Diesel?
In der Regel ab 15.000 bis 20.000 km/Jahr. Unter dieser Schwelle reicht die Kraftstoffersparnis nicht aus, um den Mehrpreis bei Anschaffung, Steuer und Versicherung auszugleichen. Bei weniger als 10.000 km/Jahr ist der Benziner fast immer die günstigere Wahl.
Wie berechnet man den Break-Even-Point zwischen Benzin und Diesel?
Teilen Sie den Mehrpreis des Dieselfahrzeugs durch die Netto-Ersparnis pro Kilometer (Spritvorteil minus Steuer- und Versicherungsmehrkosten). Das Ergebnis ist die Kilometeranzahl, ab der sich der Diesel rechnet. Beispiel: 3.200 EUR Mehrpreis ÷ 0,027 EUR/km Netto-Vorteil = ca. 119.000 km Break-Even.
Warum ist die Kfz-Steuer für Diesel höher als für Benziner?
Da Diesel an der Zapfsäule weniger Energiesteuer trägt (47,04 Ct/L statt 65,45 Ct/L), gleicht der Staat das über die Kfz-Steuer aus: 9,50 EUR je 100 cm³ Hubraum beim Diesel gegenüber nur 2,00 EUR beim Benziner. Bei einem 2,0-Liter-Motor ergibt das allein beim Hubraumanteil 150 EUR Differenz pro Jahr.