Datum-Differenz-Rechner 2026

Aktuell 2026 ✓

Tage, Wochen, Monate zwischen zwei Daten berechnen – inkl. Arbeitstage & Fristen

Warum ist ein Datumsrechner im Alltag so wichtig?

Unser Gregorianischer Kalender ist alles andere als gleichmäßig: Monate haben 28, 29, 30 oder 31 Tage. Quartale unterscheiden sich in ihrer Länge. Schaltjahre verschieben den Rhythmus alle vier Jahre (mit Ausnahmen). Wer versucht, die genaue Anzahl von Tagen zwischen dem 15. März und dem 28. November manuell zu berechnen, macht mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Fehler – besonders wenn ein Monatswechsel, ein Schaltjahr oder der Jahreswechsel dazwischen liegt.

Solche Fehler sind im Alltag oft harmlos. In rechtlichen und geschäftlichen Kontexten können sie hingegen teuer werden: Eine falsch berechnete Kündigungsfrist kann zur Unwirksamkeit einer Kündigung führen. Ein zu spät eingegangener Widerspruch kann zum Rechtsverlust führen. Ein falsch berechnetes Zahlungsziel kann Verzugszinsen auslösen. Der Datum-Differenz-Rechner eliminiert diese Fehlerquellen vollständig.

Enddatum einschließen oder ausschließen – ein wichtiger Unterschied

Je nach Kontext kann die Frage, ob das Enddatum mitgezählt wird oder nicht, eine Rolle spielen:

  • Ausschließen (Standard): Bei Hotelbuchungen wird typischerweise der Abreisetag nicht als Übernachtung gezählt. Wer am 10. Juli anreist und am 17. Juli abreist, hat 7 Übernachtungen – obwohl 8 Daten beteiligt sind. Ebenso bei Lieferzeiten: „3 Tage Lieferzeit" ab Bestellung am Montag bedeutet oft: Donnerstag.
  • Einschließen: Bei Mietzeiträumen, gesetzlichen Fristen und Vertragslaufzeiten zählt der letzte Tag oft vollständig mit. Ein Mietvertrag, der „bis zum 31. März" läuft, endet am 31. März um Mitternacht – der Tag selbst gehört noch zur Laufzeit.

Unser Rechner gibt Ihnen die Wahl. Für die meisten rechtlichen Anwendungen empfehlen wir das Einschließen des Enddatums – es entspricht der deutschen Rechtspraxis nach BGB.

Gesetzliche Fristenberechnung nach BGB: § 187 und § 188

Im deutschen Zivilrecht sind Fristen gesetzlich klar geregelt. Die wichtigsten Paragraphen:

BGB-Grundregeln zur Fristberechnung
  • § 187 BGB (Fristbeginn): Wenn eine Frist durch ein Ereignis ausgelöst wird (z. B. Zugang einer Kündigung), beginnt sie am nächsten Tag. Der Tag des Ereignisses selbst wird nicht mitgezählt.
  • § 188 BGB (Fristende): Eine Frist „nach Monaten" endet am gleichen Datum des letzten Monats. Eine 3-Monats-Frist ab 15. Januar endet am 15. April um Mitternacht.

Praxisbeispiel: Ein Arbeitnehmer erhält die Kündigung am Montag, 2. März 2026 (Zugang). Die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt 4 Wochen. Nach § 187 BGB beginnt die Frist am 3. März. 4 Wochen = 28 Tage. Das Arbeitsverhältnis endet frühestens am 30. März 2026.

Verschiebung durch Wochenenden und Feiertage – § 193 BGB

Eine oft übersehene Regel: § 193 BGB bestimmt, dass wenn das Ende einer Frist auf einen Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag fällt, die Frist automatisch bis zum Ablauf des nächsten Werktags verlängert wird.

Beispiel: Ein Widerspruch muss „bis zum 1. Mai" eingereicht werden. Der 1. Mai ist jedoch der Tag der Arbeit – ein bundesweiter Feiertag. Die Frist verlängert sich dann auf den 2. Mai (falls dieser ein Werktag ist), ggf. auf den 3. Mai, wenn der 2. Mai ein Sonntag ist. Diese automatische Verschiebung gilt für gesetzliche Fristen nach BGB – nicht zwingend für vertraglich vereinbarte Fristen, die explizit das Datum nennen.

Fazit: Für rechtssichere Fristenberechnung reicht die bloße Tagesdifferenz nicht. Sie müssen auch prüfen, ob das Fristende auf ein Wochenende oder einen Feiertag fällt – und welche Regeln (BGB oder Vertrag) gelten.

Häufige Fragen zum Datum-Differenz-Rechner

Berücksichtigt der Rechner Schaltjahre automatisch?+
Ja. In Schaltjahren (z. B. 2024, 2028) wird der 29. Februar automatisch in die Zählung einbezogen. Das bedeutet: Ein Jahr zwischen dem 1. März 2024 und dem 1. März 2025 hat 366 Tage statt 365. Unser Rechner verwendet den ISO-Kalender und berücksichtigt die Schaltregel korrekt: Ein Jahr ist ein Schaltjahr, wenn es durch 4 teilbar ist – außer bei vollen Jahrhunderten, die nur dann Schaltjahre sind, wenn sie durch 400 teilbar sind.
Wie berechne ich eine Kündigungsfrist genau?+
Die Kündigungsfrist richtet sich nach dem Arbeitsvertrag, dem Tarifvertrag und § 622 BGB. Die gesetzliche Mindestkündigungsfrist beträgt 4 Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats. Nach längerer Betriebszugehörigkeit verlängert sie sich: Ab 2 Jahren auf 1 Monat zum Monatsende, ab 5 Jahren auf 2 Monate usw. (§ 622 Abs. 2 BGB). Geben Sie den letzten Arbeitstag als Startdatum und das Fristende als Enddatum ein, um die genaue Länge zu prüfen.
Kann ich damit mein exaktes Alter in Tagen berechnen?+
Ja, geben Sie einfach Ihr Geburtsdatum als Startdatum und das heutige Datum als Enddatum ein – mit der Option „Enddatum einschließen". Das Ergebnis ist Ihr genaues Lebensalter in Tagen, Wochen und Monaten. Diese Funktion ist auch nützlich für Eltern, die das genaue Alter ihres Kindes in Wochen kennen möchten – etwa für Impftermine, die nach Lebenswochen gestaffelt sind.